Arbeitsplatzergonomie

Ein zentrales Element in EMMA-CC ist die ergonomische Bewertung. Fünf Fraunhofer-Institute kooperieren in diesem Arbeitspaket. Zweck der ergonomischen Bewertung ist es, die Daten aus der biomechanischen Simulation der Arbeitsaufgabe mittels des digitalen Menschmodells im Hinblick auf die Belastung bzw. Beanspruchung zu interpretieren.

Ziel ist es, die Arbeit ausführbar, erträglich, zumutbar und gesundheitsförderlich zu gestalten. Deshalb ist im Sinne der klassischen Ergonomie die physische und kognitive Belastung entsprechend nach oben zu begrenzen. Hierzu liegen arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse vor, die der Bewertung nach dem Ampelschema zugrunde liegen.

Auswertungstool für die physische Belastung des digitalen Menschmodells

Als erstes Bewertungssystem adressiert EMMA-CC aber auch konsequent das Problem der physischen Unterforderung. Es trägt damit den Ergebnissen der neueren Gesundheitsforschung Rechnung. Eine stark zunehmende Anzahl von Studien identifiziert den Mangel an physischer Belastung als Risikofaktor für viele Erkrankungen. EMMA-CC folgt einem Bandbreitenmodell, das die physische Belastung in einer gesundheitsförderlichen Bandbreite anstrebt.

Das Bewertungsverfahren wird modular umgesetzt. So kann es nicht nur auf Simulationsdaten angewendet werden sondern auch auf gemessene Körperhaltungen und physiologische Messungen am Arbeitsplatz.

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